Archiv für September, 2017

Wien: Hommage an Bruder Nikos Kazantzakis

Nikos Kazantzakis (1883 – 1957) war einer der bedeutendsten und weltweit am meisten übersetzten griechischen Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts. Weltberühmt wurde er durch seinen Roman Alexis Sorbas, der 1964 mit Anthony Quinn in der Titelrolle verfilmt wurde. Unvergessen die Schlussszene, in der Sorbas, nachdem die von ihm mit großer Leidenschaft gebaute Materialseilbahn hinauf zum Bergwerk bei der Jungfernfahrt wie ein Kartenhaus zusammen gebrochen war, mit dem sensiblen Dichter Basil den berühmten Sirtaki tanzt.

Freimaurer wurde Nikos Kazantzakis im zarten Alter von 24 Jahren in Athen. Auf seinen Wanderjahren verbrachte er auch einige Zeit in Wien.

Anlässlich seines 60. Todestages wurde er in Wien im Metro-Kino mit einem dreitägigen Kazantzakis-Festival geehrt: drei vom Pianisten Christos Marantos gestaltete Kazantzakis-Abende mit Vorträgen, Musik (u.a. mit einer Uraufführung), Literatur und den Filmen Alexis Sorbas, The Last Temptation of Christ und eine Film-Doku über Leben und Werk: Details hier.

Dem vorausgegangen war ein internes Symposion der Großloge über Kazantzakis.

Der Grabstein Kazantzakis’ in Iraklio auf Kreta: „Δεν ελπίζω τίποτα. Δε φοβούμαι τίποτα. Είμαι λέφτερος.“

„Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“ (Foto: Hartmut Riehm)

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Wien-Meidling: „Freimaurerische Grafik im Kleinformat“

So heißt eine Ausstellung im Bezirksmuseum Wien-Meidling, in dem vor allem freimaurerische Exlibris gezeigt werden. Exlibris sind postkartengroße oder noch größere „Eigentumszeichen“ aus Papier, oft kleine Kunstwerke, die in Bücher hineingeklebt werden, damit klar ist, wem das Buch gehört. Sie waren vor allem früher üblich als Bücher noch kostbar gewesen sind.

Die Ausstellung zeigt aus den Beständen von Sammlern vor allem historische Exlibris, die einen Bezug zur Freimaurerei haben: entweder indem sie Freimaurer gehörten oder von Freimaurer-Künstlern gestaltet wurden oder freimaurerische Motive zeigen.

Darüber hinaus sind in der Ausstellung aber auch verschiedene freimaurerische Gegenstände und Texttafeln zu sehen, welche das Wesen der Freimaurerei erklären.

Ein Exlibris des weltberühmten Wiener Psychoanalytikers Alfred Adler (1870–1937), der in Abgrenzung zu Sigmund Freud die Individualpsychologe entwickelte. Er war vor dem Ersten Weltkrieg Mitglied der (Grenz-)Loge Pionier. Sein Exlibris ist eine 125 mal 172 Millimeter große Radierung, gestaltet vom Künstler Jakob Bayer.

Bezirksmuseum Wien-Meidling, Längenfeldgasse 12A (U4/U6); So 9.30-11.30 und Mi 9.00-12.00 und 16.00-18.00 Uhr

Exlibris Ausstellung im Museum Meidling
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