100 Jahre Alexander Giese

Hundert wäre Axel Giese 1921 geworden, für 94 reichte es auch im wirklichen Leben; davon war er 56 Jahre lang Freimaurer in der Wiener Loge MOZART und 12 Jahre Großmeister.

Alexander M. Giese (* 21. November 1921 in Wien; † 19. Jänner 2016 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, führender Mitarbeiter des ORF als Chef des Wissenschaftsprogramms im Fernsehen, Autor von Prosa, Lyrik, Film und Hörspiel. Von 1990 bis 1997 war er Präsident des Österreichischen P.E.N.-Clubs und 1975 bis 1986 Großmeister der Großloge von Österreich.

Das Bild ist ein Ausschnitt des Gemäldes, das in der Galerie der Großmeister der Großloge von Österreich im Logenhaus in der Wiener Rauhensteingasse hängt.

1982, also in seiner Zeit als Großmeister, wurde ein neonazistischer Anschlag auf Alexander Giese verübt. Vor seiner Wohnung explodierte ein Sprengsatz: einer in einer Serie von zehn Attentaten gegen neun weitere Opfer. Als Täter wurden österreichische und deutsche Neonazis ausgeforscht, zwei Jahre nach dem Verbrechen vor Gericht gestellt.

Alexander Giese verfasste mehrere Freimaurer-Bücher, die bis heute zur freimaurerischen Standardliteratur gehören. Der Höhepunkt seiner Zeit als Großmeister war wohl die Übersiedlung der Großloge und mit ihr aller Wiener Logen von der Dorotheergasse in die Rauhensteingasse.

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